Finanzierung von Kaufnebenkosten:
100 % oder 110 % möglich?
Beim Kauf einer Immobilie fallen nicht nur der Kaufpreis, sondern auch Kaufnebenkosten an. Dazu gehören unter anderem:
·Grunderwerbsteuer
·Notarkosten
·Grundbuchkosten
·Maklerprovision
Die Kaufnebenkosten summieren sich oft auf 10–15 % des Kaufpreises, weshalb Käufer häufig fragen, ob sie diese ebenfalls finanzieren können.
Finanzierung der Kaufnebenkosten
Viele Banken bieten heute Immobilienkredite, die nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Nebenkosten abdecken. In manchen Fällen ist eine Finanzierung von bis zu 110 % des Kaufpreises möglich:
·100 % Finanzierung: Kaufpreis + Nebenkosten vollständig abgedeckt
·110 % Finanzierung: Kaufpreis + Nebenkosten + zusätzliche Reserven für Renovierung, Einrichtung oder Modernisierung
Vorteile der 110 %-Finanzierung
·Keine eigenen Rücklagen nötig für Nebenkosten
·Flexibilität für Modernisierung oder Renovierung direkt nach Einzug
·Schnellerer Immobilienerwerb ohne Eigenkapitallücke
Nachteile / Risiken
·Höhere monatliche Kreditraten
·Höheres Gesamtrisiko bei Zinssteigerungen oder Wertverlust der Immobilie
·Banken verlangen häufig besonders gute Bonität oder höheres Eigenkapital, wenn über 100 % finanziert wird
Tipps
·Immer genaue Kostenaufstellung erstellen: Kaufpreis, Nebenkosten, Modernisierung
·Kreditangebote vergleichen, da Konditionen stark variieren
·Finanzierungsplan realistisch kalkulieren, um Überbelastung zu vermeiden
Fazit: Die Finanzierung der Kaufnebenkosten bis zu 110 % ist möglich, insbesondere bei bankenfinanzierten Immobilienkrediten. Sie bietet maximale Flexibilität, sollte aber nur mit sorgfältiger Planung und Bonitätsprüfung genutzt werden.